Kategorie: Ernährung

Fasten – Eine Auszeit für Körper und Geist

Fasten, Saftkuren und andere Wege des Lebensmittelverzichts werden immer beliebter. Aber was macht fasten mit uns und unserem Körper? Welchen positiven Auswirkungen hat (wohl gemerkt die richtige Art) des Fastens für uns?

Neben einem bewussten Konsum hilft fasten auch, die Aufmerksamkeit wieder nach Inne zu lenken. Daneben gibt es natürlich noch viele weitere Möglichkeiten, sich auf sich selbst zu konzentrieren. Hier haben wir auch noch 7 Übungen für mehr Balance im Leben für dich.

In unserem Gastbeitrag von Sabine geht es um ihren persönlichen Weg zum Fasten. Wie entstand die Idee, zu fasten und was hat der Verzicht mit Sabine gemacht? Lies selbst.

Fasten – Ein Erfahrungsbericht

Fasten… Damit konnte ich lange Zeit überhaupt nichts anfangen. Warum sollte man denn bitte aufs Essen verzichten? Der Körper braucht doch täglich seine Nährstoffe. Oder? Da ich einige Jahre selbst mit Lebensmittel-Intoleranzen zu kämpfen hatte, entschied ich mich für das sogenannte Heilfasten nach Buchinger, also der komplette Verzicht auf feste Nahrung für mehrere Tage.

Buchinger Heilfasten: Der Ursprung

Der Namensgeber Otto Buchinger lebte zu Beginn des 20. Jahrhunderts, er war Arzt und behandelte sein schweres Gelenkrheuma mithilfe des Fastens, was ihm tatsächlich Linderung verschaffte. Aufgrund dieser positiven Erfahrung mit dem Fasten entwickelte er die Methode weiter und eröffnete selbst eine Fastenklinik, welche bis heute von seinen Nachfahren weitergeführt wird.

Der Selbstversuch

Als ich diese und viele weitere positive Berichte über das Fasten gehört hatte, wollte ich es selbst ausprobieren und fuhr in ein Hotel im Allgäu, um mich einer Fasten-Gruppe anzuschließen, begleitet von einer professionellen Fastenleitung. 1-2 Tage vor dem Fasten sollte man bereits die Nahrungszufuhr reduzieren und sich überwiegend von Obst und Gemüse ernähren, um den Körper aufs Fasten einzustimmen.

Dann folgten 4 lange Tage ohne Essen… Neben reichlich Tee und Wasser, gab es nur eine sehr dünne Saftschorle und eine Gemüsebrühe am Tag, um den Körper weiterhin mit Mineralstoffen und Vitaminen zu versorgen. Ich würde lügen, wenn ich zwischendurch nicht mehrfach ans Aufgeben gedacht hätte. Meine Gedanken kreisten ums Essen, ich träumte nachts von knusprigen Baguettes und fühlte mich teilweise richtig schwach. Als am 5. Tag das Fasten mit einem traditionellen Apfel gebrochen wurde, war ich dann doch ziemlich happy, dass ich es endlich geschafft hatte und nun wieder meine Zähne
benutzen durfte…

Warum Fasten

Nun denkst du vielleicht, warum du dich nun dieser „Qual“ aussetzen sollst. Aber neben diesen kleineren und größeren Fasten-Krisen, die definitiv zu jeder Fastenkur dazu gehören, gab es genauso viele Hochphasen. Ich fühlte mich körperlich leicht und gleichzeitig irgendwie geerdet. Dabei verbrachte ich meine Tage mit vielen Spaziergängen und Wellness, Yoga, Meditation und reichlich Schlaf. Ich war so entspannt, wie schon lang nicht mehr.

Außerdem schulte die Fastenerfahrung auch in den Folgetagen und -wochen meine Achtsamkeit und Bewusstheit gegenüber dem Essen generell. Was ich sonst mal eben nebenbei reingefuttert habe, wollte ich nun in Ruhe und in vollen Zügen genießen.

Diese positive Wirkung hielt noch lang danach an und auch meine Fructose-Intoleranz belastete mich nicht mehr. Ich war begeistert! Aufgrund dieser Erfahrung faste ich nun regelmäßig 1-2x im Jahr, da die gesundheitliche Wirkung ca. 6 Monate anhalten soll.

Fasten – Reset für Körper und Geist

Das Fasten kann eine gute Methode sein, um geistig und körperlich mal den Reset-Knopf zu drücken. Einfach mal aussteigen aus alten Gewohnheiten, den Fokus auf sich und den Körper richten, sich was Gutes tun und dem Körper die Möglichkeit geben, sich zu regenerieren. Auch wenn du bspw. eine Ernährungsumstellung planst oder ein paar unliebsame Gewohnheiten ablegen willst, kann dir das Fasten den Einstieg erleichtern.

Wichtig: Faste nur, wenn du gesund bist! Bei Vorerkrankungen sprich unbedingt mit deinem Arzt!
Experimentiere auch nicht allein mit dem Fasten herum, sondern lasse dich professionell begleiten. Es gibt auch Online-Programme, die dich jeden Tag mit Tipps und Hinweisen versorgen, damit du gut durch
deine Fastenzeit kommst.

Wenn du mehr darüber wissen möchtest, dann schau dir auch gern diesen kurzweiligen Bericht des BR an, der eine tolle Übersicht zum Fasten und die zahlreichen gesundheitlichen Effekte gibt.

*****

Vielen Dank, liebe Sabine, für deinen Erfahrungsbericht zum Fasten. Wir haben viel gelernt. Falls du dir noch nicht sicher bist, ob Fasten etwas für dich ist, schau dir doch mal den oben genannten Bericht an. Außerdem haben wir hier auch noch weitere Tipps, wie du deine Darmflora in Schwung bringen kannst.

Bildquelle: Pixabay

Über Sabine

Profilbild-Sabine Selbstverwirklichungs-Coach

Von der Konzernmitarbeiterin zum ausgebildeten Personal & Business Coach: Sabine begleitet dich oder dein Unternehmen mithilfe von Einzelcoachings und Workshops bei individuellen Veränderungsprozessen. Neben ihrem fachlichen Wissen kann Sabine durch ihren Optimismus, ihre Empathie und ihre Lebensfreude überzeugen. Du willst mehr über Sabine erfahren oder ein Coaching vereinbaren? Hier geht’s zu ihrer Website: https://www.you-turn-coaching.de/


Corona-Krise: So hat die Pandemie unser Essverhalten verändert

Covid-19 hat sämtliche Bereiche des Lebens beeinträchtigt und für einen grundlegenden Wandel der Strukturen gesorgt. Auch unser Essverhalten blieb von diesen Entwicklungen nicht unberührt. Speziell während der Hochphase der Epidemie konnten enorme Veränderungen im Konsumverhalten der Menschen beobachtet werden.

 

Einkaufswagen im Supermarkt mit Tomaten im Vordergrund

Die Corona-Pandemie hat in weiten Teilen für eine Sensibilisierung im Essverhalten von uns Menschen gesorgt. Bildquelle: Alexas_Fotos / Pixabay

Kochen & Backen

Zum jetzigen Zeitpunkt sind der Alltag und das öffentliche Leben in der Bundesrepublik auf dem Weg zurück in die Normalität. Auch wenn sich inzwischen bereits eine zweite Infektionswelle anbahnt, sind viele der Restriktionen des Shutdowns mit Vorbehalt aufgehoben. Nichtsdestotrotz hat der Lockdown seine Spuren im Essverhalten von uns Menschen hinterlassen, die auch zum Teil noch heute Bestand haben. Homeoffice, der Wegfall sozialer Verpflichtungen und ein eingeschränkter Ausgang haben für viel unverhoffte Freizeit in Deutschland gesorgt. In der Hochphase der Corona-Krise hat sich dadurch unser Konsumverhalten stark gewandelt. Dadurch hat sich für für viele von uns unter anderem die Küche ins Zentrum des Alltags geschoben. Studien belegen, dass ein Teil der Bevölkerung das Kochen und Backen während des Lockdowns für sich entdeckt hat. Aus der anfänglichen Ablenkungsmöglichkeiten ist bei vielen über die Zeit ein Hobby geworden. Wir haben schon immer gern gekocht, unsere Lieblings-Rezepte findest du hier.

 

Infografik über unser Essverhalten während der Corona-Krise
Für die ganze Infografik das Vorschaubild klicken (via www.bestonlinecasino.com)

 

Sensibilisierung für gesunde Ernährung

Die freie Zeit hat uns genügend Spielraum eingeräumt, um uns ausgiebig mit der eigenen Gesundheit auseinanderzusetzen. Covid-19 hat als kursierender Viruserreger großen Anteil daran. Durch die äußeren Umstände hat sich das Thema Gesundheit auch in unserem Ess- und Kaufverhalten manifestiert und letztlich für eine flächendeckende Sensibilisierung gesorgt. Vor allem während des Shutdowns zeigte sich, dass für einen Großteil der Menschen eine gesunde Ernährung enorm an Wert gewonnen hat. Die neue Wahrnehmung in diesem Bereich spiegelte sich bereits beim Einkauf wider. Es gingen weniger Konserven oder eingefrorene Nahrungsmittel über die Ladentheken des Landes. Für uns sich frische, regionale und saisonale Produkte schon längst fester Bestandteil unserer Einkaufslisten, mittlerweile setzt sich das glücklicherweise bei immer mehr Deutschen durch.

 

Tipps für eine gesunde Ernährung

Die Gesundheit während der Corona-Pandemie bezieht sich nicht nur auf die körperliche Ebene, sondern auch der mentale Zustand des Körpers spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle. Obowhl die gesunde Ernährung für viele Deutsche an Bedeutung gewonnen hat, kann eine emotionale und psychische Instabilität zu einem Ungleichgewicht im Essverhalten führen. Da die Umstände des Shutdowns zum Teil für eine Dauerstress-Situation gesorgt haben, war die Gefahr groß, dass sich Trost-, Sucht- und Betäubungsessen in den neuen Alltag einschleichen.

Um diesem Risiko entgegenzuwirken, waren und sind noch immer Tätigkeiten wichtig, die für Ablenkung und Wohlbefinden sorgen. So entsteht das Gefühl von Geborgenheit und Zugehörigkeit. Erst ab diesem Punkt kann eine gesunde Ernährung vonstattengehen. Im Fokus stand gerade im Zuge des Lockdowns die Stärkung des eigenen Immunsystems. Die beste präventivmedizinische Basis für ein starkes Immunsystem bildet dabei ein abwechslungsreiches und bedarfsgerechtes Essverhalten:

  • Eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung sorgt für eine ideale Darmflora durch ballaststoffreiche Kost.
  • Sie verhindert ein Mangel an wichtigen Nährstoffen wie z.B. Mineralstoffe oder Vitamine.
  • Sie wirkt außerdem präventiv gegen körperliche Beeinträchtigungen wie Übergewicht und Adipositas.
  • Und sie beugt bestmöglich chronischen Krankheiten vor.

 

Lokalitätsbezug

Bereits vor Covid-19 machte sich bei vielen Menschen der Wunsch breit, in Sachen Ernährung einen verstärkten Fokus auf die Lokalität zu legen. Regionale Bauern und Lebensmittelunternehmen wurden explizit unterstützt, um die eigene Wirtschaft in Schwung zu bringen. Die Pandemie hat diese Entwicklung nochmals verstärkt und die Nachfrage nach lokalen Produkten in die Höhe schnellen lassen. Selbst Bürger, die vor der Krise noch keinen großen Lokalitätsbezug priorisiert hatten, zeigten vermehrt Interesse an der regionalen Landwirtschaft.

Dieser Trend basierte vor allem auf dem Wunsch nach frischen Lebensmitteln. Insbesondere Obst und Gemüse standen dabei hoch im Kurs. Gärtner, Bio-Bauern und anderweitige Betriebe, die im Bereich der Lebensmittellieferung tätig sind, waren zeitweise mit dem Andrang auf die eigenen Produkte und der angebotenen Dienstleistung völlig überfordert. Nichtsdestotrotz stärkte der Trend den Lokalitätsbezug beim Thema Ernährung.

 

Beliebtheit der Lieferdienste

Gesundheit mag zwar bei vielen von uns einen größeren Stellenwert erreicht haben, Lieferdienste und Abholservices erlebten dennoch speziell zwischen April und Mai einen enormen Boom. Neben der klassischen Fast-Food-Kette und des Imbisses um die Ecke, die ihr Tagesgeschäft während der Pandemie unbeirrt weiterführen konnten, strömten auch zahlreiche Restaurants in den Markt. Sie waren aufgrund der Restriktionen nicht in der Lage, ihr Business wie gewohnt aufrechtzuerhalten. Dementsprechend mussten sie handeln, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Der Großteil der Bestellungen wurde mittels Apps beordert, was den örtlichen Restaurants viele nützliche Daten zur Verfügung stellte. So konnte z.B. genau analysiert werden, in welchen Bereichen der Regionen die vorherrschende Nachfrage noch nicht ausreichend bedient werden konnte. Boten sich etwa mehrere Areale im Einzugsgebiet für ein Abholstandort des entsprechenden Restaurants an, konnte so gleichzeitig in verschiedenen Bereichen die Nachfrage bedient werden.

Fazit: Gesund, Regional und Abwechslungsreich durch die KRise

Keine Frage, die Corona-Pandemie hat uns vor viele Herausforderungen gestellt. Aber sie hat uns auch neue Chancen aufgebracht. Wir sind wieder aktiver in der eigenen Küche, probieren neue Rezepte aus und kaufen regional und frisch. Wir können nur empfehlen, das Kochen und Genießen selbstgekochter Gerichte in den Alltag zu integrieren und zu einer festen Routine zu machen. Regionalität und Saisonalität fördern die Wirtschaft. Und das Schlemmen der selbst zubereiten Gerichte ist ein leckeres und soziales Ereignis, was gerade in Krisen-Zeiten die Stimmung aufbessert!

 

Was konntest du Positives aus der Corona-Zeit mitnehmen? Wir freuen uns auf dein Feedback!

 

Quelle: Brooke Lark auf Unsplash