Achtsamkeit

Wie Achtsamkeit deine Lebensqualität erhöht


Achtsamkeit ist eine Qualität, die jeder von uns von Kind an besitzt. Kinder sind beispielsweise achtsam, wenn sie draußen spielen: Sie leben im Moment. Es gibt viele Gründe, warum wir Erwachsenen lernen sollten, wieder achtsam zu sein.Kinder lenken ihre ganze  Aufmerksamkeit auf das, was sie gerade tun. Sie nehmen jede Blume, jeden Käfer und jedes Blatt wahr. Kinder erkunden alles neugierig. Sie lassen sich durch nichts aus der Ruhe bringen.

Wir Erwachsenen nehmen uns diese Zeit nicht. Wir lassen uns von der Hektik des Alltags mitreißen. Oft wissen wir nicht zu schätzen, was uns die Welt bietet. Durch Achtsamkeit können wir die nötige Gelassenheit zurückgewinnen. Und unsere Lebensqualität erhöhen.

Mehr Lebensqualität dank Achtsamkeit

Was bedeutet Achtsamkeit?

Achtsamkeit (engl. ‚mindfulness’) ist eine innere Haltung. Sie erlaubt dir, das Hier und Jetzt bewusst zu erleben. Mit allen Sinnen.

Eine achtsame Haltung zeichnet sich durch Neugier, Offenheit und Aufgeschlossenheit für innere und äußere Erfahrungen aus. Du nimmst deine Gedanken, Gefühle, Bedürfnisse und Körperempfindungen bewusst wahr. Ohne sie zu bewerten. Oder dich davon beeinflussen zu lassen. Du nimmst eine Beobachterperspektive ein. Das Wahrgenommene akzeptierst du einfach.

Woher kommt Achtsamkeit überhaupt?

Achtsamkeit hat ihren Ursprung im Buddhismus. Sie wurde im Rahmen der Meditationspraxis gelehrt und geübt. Eine achtsame Grundhaltung unterstützt die Meditierenden, den Geist von negativen Einflüssen zu reinigen. Geistige Gesundheit, Gelassenheit und Ausgeglichenheit sind die Folge. Meditation kommt also ohne Achtsamkeit nicht aus. Hingegen kann man achtsam sein ohne zu meditieren.

Die Achtsamkeitspraxis in der westlichen Welt wurde maßgeblich geprägt durch den amerikanischen Medizinprofessor Dr. Jon Kabat-Zinn. Er definiert Achtsamkeit wie folgt:

Mindfulness means paying attention in a particular way:
on purpose, in the present moment, and nonjudgmentally.

Prof. Dr. Jon Kabat-Zinn entwickelte in den 70er Jahren die Mindfulness Based Stress Reduction (MBSR), ein achtwöchiges Programm, durch das Achtsamkeit erlernt werden kann.

Was bewirkt Achtsamkeit?

Häufig fühlen wir uns Anforderungen von außen ausgesetzt: Wir sollen für die Kollegin einspringen. Die Kinder abholen. Wäsche waschen. Wir hetzen von einem Punkt auf der To-Do-Liste zum nächsten. Unser Leben gerät zu oft aus der Balance. Uns selbst und unsere Gesundheit stellen wir zurück. Wenn wir uns dann doch etwas Gutes tun wollen, indem wir beispielsweise ins Fitnessstudio gehen, rasen wir regelrecht dorthin. Wir können nie richtig abschalten.

Die Achtsamkeitspraxis kann dir helfen, deine eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen. Wie im Beispiel oben das Bedürfnis nach einer Pause vom Alltag. Achtsamkeit beginnt dabei nicht erst nach einer gestressten Anfahrt ins Fitnessstudio. Sie bezieht sich auf alle Erfahrungen, die du über den Tag hinweg machst. Achtsam sein bedeutet ganz bei dem zu sein, was du gerade tust. Dadurch kannst du dein Leben entschleunigen. Und das Hier und Jetzt besser genießen. Du kannst außerdem deinem Körper und deiner Psyche erwiesenermaßen viel Gutes tun:

  • Besseres Selbstverständnis
  • Besserer Umgang mit Gedanken und Grübeleien
  • Weniger impulsive Reaktionen durch negative Gefühle wie Wut und Ärger
  • Mehr Gelassenheit, innere Ruhe und Stabilität in stressigen Situationen
  • Bessere Konzentration, Aufmerksamkeit und Wachheit
  • Erhöhte Produktion des Glückshormons Serotonin im Gehirn
  • Mehr Gleichgewicht, Souveränität und Lebensfreude
  • Mehr Freiheit durch selbstbestimmtes und selbstbewusstes Handeln
  • Verbesserter Schlaf
  • Reduktion stressbedingter Beschwerden wie Kopfschmerzen, Verspannungen und Depressionen

FAzit: mit achtsamkeit wird deine welt bunter

Durch Achtsamkeit lernst du, den Moment bewusst zu erleben und genießen. Diese Momente können zu deinen kleinen Auszeiten vom hektischen Alltag werden. Wenn du achtsam bist, kannst du auch deine Bedürfnisse besser wahrnehmen. Und deine Gefühle und Körperempfindungen. Du erkennst, wie du dich fühlst und was dir fehlt. Das ist die Grundlage dafür, dass du Dinge ändern kannst. Oder Probleme löst. Oder selbstbewusste Entscheidungen triffst.

Gleichzeitig hilft dir das bewusste Wahrnehmen deiner Gedanken, Abstand von ihnen zu nehmen. Du gewinnst die Kontrolle über den Gedankenstrom in deinem Kopf zurück. Das Resultat ist eine gesunde Psyche, mehr Gelassenheit, mehr Klarheit und mehr Lebensqualität.

Zumal du mit einer achtsamen Haltung viel mehr Facetten in deinem Alltag entdecken wirst. Du lernst, die kleinen Dinge des Lebens wertzuschätzen. Deine Welt wird noch “bunter” werden. Und dich stets auf’s Neue überraschen.

Oder lass dich von unseren einfachen Achtsamkeitsübungen für den Alltag inspirieren.

 

Inspiriert vom Online-Ratgeber Zeit zu leben, dem DFME, MBSR Köln, Zeit Online und Laura Malina Seiler im Interview mit Mounira Latrace.

Bild: Simon Migaj auf Unsplash


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