Kreislaufprobleme bei Hitze

Kreislaufprobleme bei Hitze? Mit diesen 7 Tipps behältst du einen kühlen Kopf


„36 Grad und es wird noch heißer. Mach‘ den Beat nie wieder leiser.“ Den Song von 2Raumwohnung kennen wir alle. Für unseren Körper bedeutet Hitze allerdings Anstrengung. Mit unseren Tipps beugst du Kreislaufproblemen vor.

Wir alle spüren die Auswirkungen hoher Temperaturen auf unseren Körper mal mehr und mal weniger stark. Meist ignorieren wir das latente Gefühl von Schwäche, diesen Wunsch, einfach mal eine Pause vom Alltag zu nehmen. Dabei sind es gerade die kleinen Auszeiten, in denen du deine Balance wiederfinden und dir und deinem Körper wieder Energie geben kannst.

Was passiert bei Hitze mit deinem Körper?

Wenn die Außentemperaturen auf über 30 Grad Celsius steigen, herrscht in deinem Körper Ausnahmezustand. Zunächst weiten sich die Gefäße, um die Hitze besser ableiten zu können. Dadurch sinkt der Druck innerhalb der Blutgefäße rapide ab. Diesen Umstand versucht das Herz auszugleichen, indem es schneller schlägt. Damit steigt auch der Energieverbrauch: Wir sind schneller erschöpft und haben grundsätzlich weniger Reserven für die Aufrechterhaltung des Kreislaufs und des Immunsystems. Die häufigsten Symptome von hitzebedingten Kreislaufproblemen und sogenanntem Hitzestress sind Müdigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen oder auch verlängerte Reaktionszeiten.

7 Tipps für dein Wohlbefinden bei Hitze

Nimm dein Wohlbefinden selbst in die Hand – mit diesen 7 Tipps, die du einfach in deinen Alltag integrieren kannst.

1 Trau dich: Wechselduschen

Wenn du deinen Kreislauf morgens in Schwung bringen willst, ist eine Wechseldusche genau richtig. Im Anschluss an deine gewohnte Dusch-Routine braust du deinen Körper einfach mit kaltem (nicht eiskaltem!) Wasser ab. Wichtig: Beginne bei deinen Händen und Füßen und arbeite dich dann Stück für Stück zu deiner Körpermitte vor. Das wirkt wie eine entspannende Wellness-Massage und hilft deinem Körper, die nachts angestaute Hitze nach außen zu leiten.

2 Kühle mit feuchten Umschlägen

Nasskalte Wadenwickel sind nicht nur bei Fieber ein Segen. Oft fühlen sich unsere Beine und Füße bei Hitze unangenehm schwer und geschwollen an. Dem kannst du ganz leicht entgegenwirken, indem du ein Handtuch anfeuchtest und es um deine Waden legst. Das regt die Durchblutung an, die Blutgefäße ziehen sich wieder zusammen und das Druckgefühl lässt merklich nach. Bei heftigen Kreislaufproblemen hilft es, wenn du dich flach auf den Rücken legst und feuchte Tücher auf der Stirn und deinem Nacken verteilst.

3 Erfrische dich mit Aquaspray

Du bist unterwegs und feuchte Umschläge kommen gerade nicht infrage? Ein kleines Sprühfläschchen mit Wasser passt in jede Handtasche und erfrischt dich im Büro genauso wie beim Einkaufen oder Spaziergang. Der Effekt ist derselbe wie beim Schwitzen: Der Verdunstungsvorgang auf der Haut bringt eine angenehme Kühlung mit sich. So ein Sprühfläschchen bekommst du in der Drogerie oder auch online (Provisions-Link). Für ein besonders erfrischendes Erlebnis kannst du dein Aquaspray im Kühlschrank lagern.

4 Trinke viel

Dass eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr die sicherste Unterstützung für deinen Kreislauf ist, ist kein Geheimnis. Dennoch: Denke daran, zu trinken. Und nicht erst, wenn du Durst hast. Wie du es schaffst, mehr zu trinken, erfährst du hier. Am besten eignen sich Wasser, Kräutertees oder (frische) Fruchtsäfte dazu, den durch Hitze angegriffenen Flüssigkeitshaushalt auszugleichen. Alkohol, Koffein und Teein sind bei extremer Hitze mit Vorsicht zu  genießen. Aber hier gilt wie so oft: Die Dosis macht das Gift. Ein Kaffee oder Tee muss nicht direkt schlecht sein. Höre auf deinen Körper. Wenn möglich, achte darauf, dass die Getränke nicht extrem kalt sind: Denn sie müssen zum Verdauen erst mal auf Körpertemperatur aufgeheizt werden. Was letztendlich für den Körper mehr Hitze und mehr Stress bedeutet.

5 Sei aktiv aber achte dabei auf dich

Körperlich aktiv zu sein hilft beim Abschalten und hinterlässt eine zufriedene Ausgeglichenheit. Sport kann nicht nur fit, sondern auch glücklich machen. Nur weil die Temperaturen steigen, musst du nicht darauf verzichten. Lediglich ein paar Dinge solltest du beachten, wenn du auch im Sommer draußen Sport machen willst.

  • Nutze die frühen Morgen- und späten Abendstunden für sportliche Aktivitäten.
  • Lass dich nicht vom kühlen Fahrtwind über die tatsächliche Temperatur täuschen! Sonst riskierst du womöglich einen ernst zu nehmenden Sonnenstich.
  • Trainiere in Maßen! Dein Körper braucht auch nach dem Training noch genug Kraft, um die Hitze zu kompensieren.

6 Ernähre dich leicht & spare Salz

Iss am besten mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt, denn ein voller Bauch verträgt sich nicht gut mit der sommerlichen Mittagshitze. Viel frisches Obst und Gemüse unterstützen dein Immunsystem und helfen dir bei einer ausreichenden Flüssigkeitsaufnahme. Wirf doch einen Blick auf den Saisonkalender: Er sagt dir, welches Obst und Gemüse gerade Saison hat. Und noch etwas: Versuche mal, Salz zu sparen. Salz bindet Flüssigkeiten im Körper. Mit weniger Salz kannst du das Risiko von Wassereinlagerungen reduzieren.

7 Lass frische Luft rein

Nur weil es draußen drückend heiß ist, muss es drinnen nicht auch noch stickig sein. Eine angenehme Raumluft erhältst du, indem du morgens und abends alle Fenster aufreißt, und frische, kühle Luft durchziehen lässt. Tagsüber am besten alle Fenster und Rollläden geschlossen halten, um einer Aufheizung vorzubeugen. Dein Kreislauf wird es dir danken.

Genieße den Sommer trotz Hitze

Du siehst: Es gibt ein paar einfache Dinge, die du machen kannst, um die Sommerhitze erträglicher zu machen. Jeder Mensch braucht unterschiedlich lange, um sich an einen Temperaturwechsel zu gewöhnen. Lass dich nicht vom Thermometer davon abhalten, deinen Sommer in vollen Zügen zu genießen! Mit etwas achtsamer Wertschätzung für deinen Körper und kleinen Auszeiten, kannst du dich ganz leicht selbst runterkühlen, bevor es dir zu heiß wird. Jeden Tag ein paar Minuten Zeit für dich und deinen Körper reichen schon aus, um den Sommer gesund und relaxed zu genießen.

 

Bild: Jeremy Bishop auf Unsplash


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