Achtsam essen

Achtsam essen: Neun Tipps für mehr Genuss und Wohlbefinden


Im hektischen Alltag essen wir meist schnell zwischendurch. Und wenig genussvoll. Dabei ist Genuss der Schlüssel für unser persönliches Wohlbefinden. Wenn wir achtsam essen, können wir besser genießen. Und unser Wohlbefinden steigern.

Wie wir essen hat Einfluss auf unser Wohlbefinden

Wir machen uns in der Regel Gedanken darüber, was wir essen. Nicht aber darüber, wie wir essen. Wir schenken unseren Sinneswahrnehmungen beim Essen viel zu wenig Aufmerksamkeit.

Wenn wir beispielsweise beim Essen fernsehen, am Computer arbeiten oder anderweitig abgelenkt sind, essen wir nachweislich mehr als wir brauchen. Wir konzentrieren uns nicht auf die Nahrungsaufnahme. Stattdessen sitzen wir plötzlich vorm leeren Teller. Die Kalorien sind in uns. Aber wir haben nichts davon gehabt. Außer einem vollen Magen.

Und dann kommt das schlechte Gewissen. Wir haben unseren Körper übersättigt. Unser Verdauungsapparat ist überfordert. Und wir sind dadurch müde und energielos. Mit Genuss hat das nichts mehr zu tun.

Genuss ist Lebensfreude – und wichtig für dein Wohlbefinden

Essen ist mehr als bloße Nahrungsaufnahme. Es ist Genuss und Lebensfreude. Und Genuss ist ein positives Gefühl, das Wohlbefinden in dir auslöst. Wenn du genießt, lässt du das Schöne und Angenehme in deinem Leben zu. Das zeigt, dass du dich selbst wichtig nimmst. Und dich um dich selbst kümmerst.

Zeit für Essen und Genießen ist also auch Zeit für dich selbst. Ein kleiner Glücksmoment in deinem Alltag. Betrachte diese Zeit doch einmal als eine Art Auszeit, in der du deinem Körper und Geist etwas Gutes tust. Und ihm wertvolle Energie zuführst.

Genuss geht aber nicht nebenbei. Genuss braucht Zeit. Und ist individuell. Finde heraus, was dir besonders schmeckt. Und guttut. Schärfe deine Sinne wieder. Eine achtsame Haltung kann dir dabei helfen.

Achtsam essen im Alltag

Das Prinzip der Achtsamkeit ist einfach zu verstehen. Und dennoch leben wir im Alltag viel zu wenig danach.

Achtsam essen bedeutet, deine Speisen mit allen Sinnen wahrzunehmen. Und dabei ganz im Hier und Jetzt zu sein. Du riechst an den Lebensmitteln und Speisen. Du betastest sie. Und siehst sie genau an. Natürlich nimmst du auch den Geschmack ganz bewusst wahr. Dabei bewertest du deine Sinneseindrücke nicht.

Achtsam essen bedeutet aber nicht nur, das Essen mit allen Sinnen wahrzunehmen. Wesentlich ist auch, dein Sättigungsgefühl wahrzunehmen. Und zwischen Hungergefühlen und Gelüsten zu unterscheiden. Frage dich regelmäßig, warum du jetzt etwas essen möchtest. Bist du wirklich hungrig? Oder ist es nur Appetit? Unser Körper kann uns immer genau sagen, wann er Nahrung braucht. Und wie viel und was.

So lernst du achtsames Essen

Zugegeben, achtsam essen erfordert anfangs ein wenig Übung. Mit diesen neun Tipps gelingt es dir aber, wieder auf deinen Körper und deine Sinne zu hören. Und zu genießen.

  1. Achtsamkeit beginnt beim Einkauf und der Zubereitung. Rieche an den Lebensmitteln, betaste und beäuge sie ganz genau.
  2. Wähle möglichst saisonale, regionale und frische Zutaten. Sie sind nicht nur vitaminreicher. Auch das Geschmackserlebnis wird umso ausgeprägter sein. Das gelingt natürlich am besten, wenn du selbst kochst.
  3. Ernähre dich möglichst gesund und ausgewogen. Eine zu eintönige ernährung empfinden wir schnell als langweilig. Achte deshalb auf eine möglichst ausgewogene Ernährung. Und je gesünder, desto größer dein Wohlbefinden.
  4. Steigere deine Vorfreude auf’s Essen. Bevor du mit dem Essen loslegst, sieh dir erst einmal genau an, was du gleich essen wirst. Rieche daran. Und lasse die Vorfreude zu.
  5. Nimm dir bewusst Zeit für deine Mahlzeiten. Erlaube dir zu genießen. Zwischendurch etwas herunterschlingen macht dich nicht satt. Und auch nicht glücklich. Genuss braucht Zeit. Und dein Sättigungsgefühl auch.
  6. Kaue langsam. Und sei dabei aufmerksam. Achte auf die Geschmacksrichtungen. Überlege, was dir besonders schmeckt.
  7. Schließe kurz die Augen. So kannst du dich besser auf deine Sinne konzentrieren.
  8. Iss ohne Ablenkung. Achtsam essen bedeutet, ganz bei dem zu sein, was du gerade tust. Das bedeutet auch, Ablenkungen wie Handy, Fernseher oder Zeitschriften wegzulegen. Du machst also einen kleinen “Digital Detox”.
  9. Verschiebe deine Sorgen und Probleme auf später. Nutze deine Essenspause nicht um zu grübeln. Denn dann bist du mit deiner Aufmerksamkeit wieder überall. Nur nicht beim Essen und deinem Körper.

Achtsam Essen heißt nicht immer alles genau zu analysieren

Sicherlich ist es uns nicht immer möglich, achtsam zu essen. Vor allem im Büro. Am Ende ist es jedoch nur eine Frage der Selbstorganisation und Selbstdisziplin.

Außerdem heißt achtsam essen nicht, dass du jedes Mal alles genau analysieren sollst. Viel wichtiger ist, dass du dein Bewusstsein dafür schärfst, wie selten wir im Alltag unser Essen genießen. Wie wichtig Zeit und Genuss aber für unser Wohlbefinden ist. Du hast in der Hand! Schenke dir einen kleinen Glücksmoment, indem du dir Genuss erlaubst. Und Zeit nimmst.

Durch achtsames und genussvolles Essen lernst du auch wieder, welche Nahrungsmittel deinem Körper gut tun. Höre einfach in dich hinein. So kannst du nachhaltig und ohne Reue genießen.

 

Bild: Brooke Lark auf Unsplash


2 Replies to “Achtsam essen: Neun Tipps für mehr Genuss und Wohlbefinden”

  1. Vielen Dank für deine wirklich schönen Beiträge 

    1. Liebe Christina, wir freuen uns, dass dir unsere Beiträge gefallen 🙂 Wir wünschen dir ein wundervolles Wochenende!

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