Kräuter

Kräuter: 5 grüne Wundermittel für deine Gesundheit und Küche


Kräuter sind nicht nur gesund und preiswert, sondern bereichern mit ihrem einzigartigen Geschmack auch unsere Küche. Welche Kräuter wie wirken und wie du sie Zuhause verwenden kannst, erfährst du hier.

Basilikum: Italiener in der Küche

Pizza, Pasta, Pesto – ohne Basilikum ist die italienische Küche undenkbar! Mit seinem pfeffrig-süßen Aroma verleiht es vielen Gerichten erst den typischen Geschmack. Als wahrer Alleskönner eignet sich Basilikum für Fisch-, Fleisch-, Eier- und Kartoffelgerichte. Aber Vorsicht, die Blätter erst kurz vor dem Servieren dazugeben, denn das Aroma ist hitzeempfindlich. Auch in Kräuteröl und -essig wird die Pflanze gerne verwendet. Besonders wirksam ist Basilikum bei Magenbeschwerden. Es regt die Verdauung ebenso wie den Appetit an. Da es Blähungen verhindert, ist es auch eine gute Zutat in Kohl- und Bohnengerichten.

Salbei: Erkältungsmittel Nr. 1

Salbei ist die Heilpflanze überhaupt. Denn sein botanischer Name „salvia“ stammt vom lateinischen Verb heilen „salvare“. Bereits im römischen Reich verließen sich Kranke auf das Kraut und befanden sich so schnell auf dem Weg der Besserung. Bei Halsschmerzen hilft Gurgeln mit Salbeitee. Salbei eignet sich außerdem nicht nur zur Zahnpflege, sondern kann auch starkes Schwitzen verhindern. In der deutschen Küche ist Salbei der perfekte Begleiter für Aal. Denn seine verdauungsfördernde Wirkung macht den fetten Fisch leichter bekömmlich. Als Würze für Lamm, Schwein und Ente wird er im mediterranen Raum eingesetzt und weckt so das ein oder andere Urlaubsgefühl bei uns. Der harzige, intensive Kräutergeschmack kann auch mal leicht schmecken. Daher ist es empfehlenswert, die Salbeiblätter von Anfang an mit zu garen oder zu braten. Übrigens, wenn du einen Salbeistock auf dem Balkon oder im Garten hast, kannst du das Kraut sogar im Winter frisch genießen. Denn die Blätter bleiben selbst unter der Schneedecke frisch und schmackhaft.

Zitronenmelisse: Melissengeist mal anders

Zitronenmelisse kann nicht nur bei Magen-Darm-Beschwerden und Kopfschmerzen helfen – ein Tee aus Zitronenmelisse wirkt auch bei Schlafstörungen und trägt zur Beruhigung bei. Gut also für eine kleine Auszeit, um im stressigen Alltag wieder neue Kraft zu schöpfen. Und das Kraut liefert noch mehr Wellness-Möglichkeiten: Ein Bad mit Melissenblättern hilft bei fettiger Haut und Unreinheiten. In der Küche peppt der frische Geschmack nach Minze und Zitrone jeden Salat auf. Auch für Soßen, Suppen, Dips und oder Erfrischungsgetränke ist Zitronenmelisse der perfekte Begleiter. Beim Trocknen und Kochen verliert das Kraut leider seinen einzigartigen Geschmack. Wenn du es bei Fisch-, Fleisch- oder Pilzgerichten einsetzen möchtest, füge die frischen Blätter daher erst kurz vor dem Servieren hinzu.

Kresse: Kleiner Muntermacher auf der Fensterbank

Bereits im Kindergarten haben die ersten von uns Kresse gesät. Kinderleicht und auch noch gesund. Denn das Powerpaket Kresse mit vielen Vitaminen und Mineralien baut dich wieder auf, wenn du dich mal erschöpft fühlst. In Indien ist es schon seit Jahrtausenden bekannt und wird zur Bekämpfung von Durchfall oder Muskelkater eingesetzt. Wissenschaftlich bestätigt wurde inzwischen auch, dass Kresse die Knochenheilung begünstigt. Die Verwendung der Kresse ist keine große Wissenschaft: einfach die frischen Keimlinge über ein belegtes Brot streuen. Auch in Salaten, Pasta, Fischgerichten oder im Omelett kommt die Kresse gut zur Geltung. Es können übrigens sowohl die Samen als auch die frischen Triebe verzehrt werden.

Koriander: Petersilie auf asiatisch

Bereits im Alten Testament wird die Heilwirkung des Korianders erwähnt. Bei Verdauungsbeschwerden, wie Blähungen oder Durchfall und bei rheumatischen Entzündungen verschafft das Kraut Linderung. In der Küche ist Koriander Würze und Deko in einem: Die Rolle von Petersilie bei uns übernimmt in der asiatischen Küche oft der Koriander. Viele von uns kennen Koriander vor allem aus vietnamesischen Gerichten. Koriander verfeinert Salate, Suppen, Gemüse, Reis-, Fleisch- und Fischgerichte sowie Currys. Es können sowohl die Blätter, Stängel und Samen als auch die Wurzeln verwendet werden. Dabei harmoniert Koriander hervorragend mit anderen Kräutern, wie etwa Petersilie und Schnittlauch. Was die Temperatur angeht ist auch hier Vorsicht geboten: Korianderblätter sind sehr hitzeempfindlich. Also fügst du sie am besten auch erst zu deinem Gericht hinzu, wenn es fertig ist.

Lecker schmecker Kräuter

Geschmack und Gesundheit in einem Paket, da sagt doch niemand nein, oder? Am wirkungsvollsten ist immer das frische Kraut selbst, denn es bietet eine Rundumversorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen. Anspruchslos wie sie sind, lassen sich die kleinen Wundermittel einfach auf Balkon und Fensterbank ziehen und sind nicht nur ein Augen-, sondern auch ein Gaumenschmaus. Also, worauf wartest du noch? Nichts wie los in Gärtnerei, Baumarkt oder Wochenmarkt: Teste auch mal ein neues Kraut, das du noch nicht kennst! Natürlich lassen sich frische Kräuter auch einfach mit deinen Gewürzen kombinieren. 10 gesunde Gewürze, ihre Wirkung und wie wir die am liebsten verwenden erfährst du in diesem Beitrag.

 

Bild: Curro Mali auf Unsplash


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