Blogbeitrag Fair Fashion

Fair Fashion: so funktioniert nachhaltige Mode wirklich!


Die Zeiten, in denen wir Umweltbewusstsein mit einem langweiligen Öko-Image verbanden, sind zum Glück vorbei. Stars auf der ganzen Welt machen es vor: Green ist cool. Nachhaltigkeit ist in aller Munde – auch in der Mode. Doch was bedeutet grüne Mode eigentlich genau? Wir erklären die wichtigsten Begriffe zum Thema Fair Fashion und zeigen dir, wie auch du durch coole nachhaltige Mode deinen Kleiderschrank nachhaltiger gestalten kannst.

Fair Fashion, Eco Fashion & Slow Fashion

Fair, green, sustainable, nachhaltig, eco, grün – das Thema Nachhaltigkeit hat inzwischen viele Namen. Im Grunde bedeuten all diese Begriffe dasselbe. Es geht um nachhaltige Mode, die unter ethischen Gesichtspunkten hergestellt wurde. Darum, dass wir unser Konsumverhalten überdenken und weg von billiger Wegwerf-Mode, hin zu Fair Fashion aus nachhaltigen Rohstoffen gelangen. Doch zwischen den Begrifflichkeiten gibt es auch feine Unterschiede. Wir erklären die wichtigsten:

Bei Fair Fashion liegt, wie der Name schon sagt, der Fokus vor allem auf fairen Arbeits- und Produktionsbedingungen. Heißt: fairer Lohn für faire Arbeit. Fair Fashion Produzenten stärken die Rechte der Arbeiter, unterstützen spezielle Programme gegen Kinderarbeit oder unwürdige Arbeitsbedingungen und produzieren vorwiegend lokal statt in Billiglohnländern. Das betrifft auch Vertrieb und Logistik. Denn kürzere Transportwege bedeuten auch einen kleineren ökologischen Fußabdruck.

Der Begriff Eco Fashion zielt vor allem auf umweltfreundliche Produktion für nachhaltige Mode ab. Die Hersteller fertigen Kleidungsstücke ausschließlich aus umweltfreundlichen Materialien. Also Rohstoffe, die biologisch abbaubar, natürlichen Ursprungs, erneuerbar und umweltentlastend angebaut sind. Beispielsweise Bio-Baumwolle, recyceltes Polyester oder Plastik, Hanf und sogenanntes Lenzing Modal, das zu 100% aus nachhaltig bewirtschafteten Buchenwäldern besteht. Auch Materialien, die man im ersten Moment nicht mit Mode in Verbindung bringen würde, wie Brennnessel, Ananas-Blätter, Tencel, Soja oder Kork kommen für grüne Mode zum Einsatz.

Slow Fashion ist der Gegenentwurf zum Fast Fashion Trend mit seinen immer schneller wechselnden Kollektionen und der damit immer gravierender werdenden Wegwerfkultur. Das Ziel der Slow Fashion Bewegung ist eine Verlangsamung der Textilproduktion und des Konsums von Kleidung. Bei Slow Fashion wird auf die Herkunft der Materialien geachtet. Der Einsatz von umweltbelastenden Chemikalien ist für coole nachhaltige Mode tabu. Denn aus qualitativ hochwertigen Materialien, die sauber verarbeitet werden entsteht langlebige Kleidung statt billiger Massenware.

Nachhaltige Mode und trotzdem (oder genau deshalb) cool

Genau diese billige Massenware entsteht durch Fast Fashion. Produziert werden kurzlebige Trendteile zu Schnäppchenpreisen, die vor allem in bekannten Modeketten zu finden sind und spätestens zur nächsten Saison wieder aus den Stores und unseren Kleiderschränken verschwunden sind.

Aber für die günstigen Teile zahlen alle am Ende einen hohen Preis. Nicht nur die Textilarbeiter in Billiglohnländern leiden aufgrund der Niedriglöhne unter dem “Fast Fashion”-Trend. Die Umwelt erstickt schier unter den Bergen aus Müll. Und nicht zuletzt bringen auch wir als Kunden unsere eigene Gesundheit in Gefahr, wenn wir chemisch behandelte Wegwerf-Mode tragen. Umso wichtiger ist es, dass wir lernen, bewusst zu konsumieren.

5 Tipps für FAIR FASHION

Und damit sind wir bei einem ganz zentralen Punkt angekommen. Denn das Thema nachhaltige Mode betrifft nicht nur die Produzenten von Kleidung, sondern auch uns als Verbraucher. Deshalb: Schluss mit dem Überfluss! Hier sind ein paar ganz einfache Tricks, wie du dich nachhaltiger kleiden kannst und dir eine Green Wardrobe aufbaust.

1. Kauf nur das, was du wirklich brauchst.

Damit produzierst du nicht nur weniger Müll, sondern kannst dir auch qualitativ hochwertige Teile von Labels leisten, die nachhaltige Mode herstellen. Das ist nicht nur gut für deine Garderobe, sondern auch für dein Gewissen.

2. Shoppe Second Hand.

Vintage ist nicht nur modisch ein riesen Trend, Kleidung aus zweiter Hand ist auch gut für die Umwelt. Bei Online-Portalen wie Kleiderkreisel oder Mädchenflohmarkt findest du tolle, individuelle Teile, die nicht mehr an jeder Ecke hängen, du kannst gleichzeitig auch anderen Shoppern mit deinen aussortierten Kleidungsstücken eine Freude machen – und dabei sogar noch ein bisschen Geld verdienen.

3. Öfter mal ausmisten!

Es ist ein Dilemma, das fast jede Frau kennt: der Kleiderschrank quillt über und trotzdem hat Frau gefühlt nichts zum Anziehen. Da hilft nur eines: ganz tief eintauchen in die hintersten Schrank-Ecken. Wetten, du wirst Teile finden, von denen du gar nicht mehr wusstest, dass du sie überhaupt besitzt? Jetzt hast du zwei Möglichkeiten: entweder dem vergessenen Stück ein neues Leben schenken und es endlich tragen, oder knallhart aussortieren – für mehr Minimalismus in deinem Leben. Du wirst dich wundern, wie viel du auf einmal zum Anziehen hast!

4. Achte auf Qualitäts-Siegel.

Inzwischen haben auch die meisten Fashion Labels erkannt, dass bei den Kunden ein Umdenken hin zu Mode, die fair, grün und nachhaltig ist, stattfindet und rühmen sich plötzlich damit, wie „Green“ sie sind. Oft ist das jedoch nur Augenwischerei und cleveres Marketing. Drei Qualitäts-Standards, auf die du dich verlassen kannst, sind: G.O.T.S (Global Organic Textile Standard), Fairtrade Certified Cotton und das Siegel der Fairwear Foundation.

5. Bleib deinem Stil treu!

Von Audrey Hepburn bis Kate Moss – Eines haben alle wirklich großen Stil-Vorbilder gemeinsam: Sie haben einen einzigartigen Look. Statt jedem Trend hinterherzulaufen, mach dir lieber bewusst, was dir steht und was wirklich zu deinem Typ passt. Hast du deinen Signature-Look einmal gefunden, kannst du in qualitativ hochwertige Teile investieren, die nicht aus der Mode kommen und an denen du lange Freude hast. Denn eines ist klar: Guter Stil gepaart mit einem guten Gewissen ist die ultimative Win Win Situation – für dich und für uns alle!

Fazit: Nachhaltige coole Mode ist machbar

Also, klingt doch gar nicht so kompliziert, oder? Mit ein bisschen mehr Achtsamkeit, einer Portion Minimalismus und einer Prise Umweltbewusstsein kannst du dich ganz einfach nachhaltig und cool kleiden. Probier es doch einfach Mal aus. Starte zum Beispiel mit einer Ausmist-Aktion und denke beim nächsten Shopping-Trip zwei Mal darüber nach, ob du das neue Teil wirklich brauchst. Schreib uns deine Erfahrungen gern in die Kommentare.

Bild: Marianne Krohn auf Unsplash


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