Abschalten lernen

Abschalten lernen: So kannst du beim Meditieren Gedanken loslassen


Vielen fällt das Meditieren schwer. Wir schaffen es nicht, uns zu entspannen. Und unsere Gedanken im Kopf loszulassen. Doch Übung macht den Meister! Wir zeigen dir 7 einfache Tipps, mit denen du das Abschalten lernen kannst.

Gedanken im Kopf sind normal

Im Alltag müssen wir ständig an verschiedenste Dinge denken. Wir können es uns nicht erlauben, etwas zu vergessen. Unsere Gedanken, Sorgen und Erinnerungen begleiten uns bei allem, was wir tun. Besonders dann, wenn wir uns einmal Ruhe gönnen wollen, prasseln sie geradezu auf uns ein. Abschalten fällt uns schwer.

Doch kein Grund zur Beunruhigung! Selbst Menschen mit jahrelanger Meditationserfahrung schaffen es nicht immer, ihre Gedanken im Kopf loszulassen.

Beim Meditieren geht es  aber auch nicht darum, dass du vollkommen ohne Gedanken bist. Das ist schlichtweg nicht möglich. Es geht vielmehr darum, dass du deine Gedanken loslässt und dich nicht von ihnen beeinflussen lässt.

Abschalten lernen: Mit diesen 7 Tipps gelingt es

Jeder Mensch besitzt die Fähigkeit, sämtliche Gedanken im Kopf loszulassen. Jeder kann also Meditation lernen. Dabei gilt wie bei allen anderen Künsten, Handwerken und Techniken: Übung macht den Meister. Wir zeigen dir nachfolgend 7 Tipps, wie du lernst, Gedanken loszulassen.

1 Wehre dich nicht gegen sich aufdrängende Gedanken

Jeder kennt das: Wir wollen nichts denken. Doch dann taucht der erste Gedanke auf. Wir machen uns daraufhin selbst Vorwürfe, dass wir etwas gedacht haben. Und dann schimpfen wir erneut über uns selbst, dass wir uns einen Vorwurf gemacht haben. Und so weiter.

Am besten du hast gar nicht erst die Erwartung, nichts mehr zu denken. Denn je mehr du dich über auftauchende Gedanken ärgerst, desto mehr Gedanken werden kommen. Mache dir keinen Druck. Bleibe gelassen. Und versuche, den Gedanken und Ablenkungen keine Aufmerksamkeit zu schenken.

2 Führe ein Meditationstagebuch

Uns fällt es erfahrungsgemäß schwer, die Gedanken im Kopf loszulassen. Wir wollen Gedanken meist “fertig denken” und nicht vergessen. Dagegen hilft ein Meditationstagebuch. Schreibe dazu einfach die Gedanken auf, die du während der Meditation hast.

So kannst du sie zumindest im Anschluss aus der Distanz betrachten. Dabei lernst du auch einiges über dich selbst und deine Denkweisen. Außerdem wirst du merken, dass immer weniger Gedanken aufkommen, je mehr du übst.

3 Begib dich an einen ruhigen Ort

Meditation lernen bedeutet innere Ruhe lernen. Und innere Ruhe erreichst du am ehesten, wenn es auch äußerlich ruhig ist. An belebten Plätzen fällt es uns meist schwer, gedanklich ruhig zu bleiben. Wir nehmen die äußerliche Hektik förmlich auf und lassen uns von ihr anstecken.

Wo kannst du in Ruhe Meditation lernen? Wo fühlst du dich besonders wohl? Begib dich an einen Ort, an dem du dich frei von äußeren Einflüssen vollkommen auf dich selbst konzentrieren kannst.

4 Mache es dir bequem

Mache es dir an deinem persönlichen Meditationsort so bequem wie möglich. Trage bequeme Kleidung. Begib dich in eine bequeme Sitzposition. Sorge dafür, dass du dich vollkommen wohlfühlen kannst. Vielleicht mit gemütlichen Kissen, Decken und warmem Licht. Nicht selten lenken uns ungemütliche Sitzpositionen oder harte Untergründe ab. Entspannung ist dann nicht möglich.

5 Verbanne elektronische Geräte

Elektronische Geräte sind mittlerweile unser ständiger Begleiter. Mit dem Handy tragen wir auch den Alltagsstress permanent mit uns herum: Ständig beanspruchen Push-Nachrichten, Anrufe oder E-Mails unsere Aufmerksamkeit.

Lege deshalb während der Meditation am besten einen “Digital Detox” ein. Schalte dein Handy aus. Oder platziere es zumindest außer Reichweite. Denn das Abschalten lernen wir nur, wenn wir unsere Aufmerksamkeit ganz auf uns lenken.

Solltest du eine Meditationsapp verwenden, dann schalte den Flugmodus ein. Die App sollte dann trotzdem noch funktionieren. Aber einkommende Nachrichten können dich nicht ablenken.

6 Meditiere regelmäßig

Den weisen Spruch „Übung macht den Meister“ haben wir in diesem Artikel bereits erwähnt. Diesen Satz solltest du verinnerlichen. Erwarte nicht, dass du bei deiner ersten Meditation sofort entspannen kannst.

Je mehr du übst, desto eher gelingt es dir, deine Gedanken im Kopf loszulassen. Du lernst, Stille zu akzeptieren. Und ganz entspannt im Hier und Jetzt zu sein.

7 Atme bewusst und fokussiert

Unerwünschte Gedanken kannst du auch mit Hilfe bewusster Atmung loswerden. Sei achtsam. Und atme tief in den Bauch. Lege hierzu deine Handflächen links und rechts neben deinen Bauchnabel. Dann atme möglichst gleichmäßig und tief ein und aus. Spüre, wie sich deine Bauchdecke senkt und hebt.

Fokussiere dich voll und ganz auf deinen Atem. Du wirst merken, wie sich Entspannung in dir ausbreitet. Wie du im Hier und Jetzt ankommst. Und die Gedanken keinen Platz haben.

Jeder kann Abschalten lernen – mit etwas Geduld und Übung

Es ist vollkommen normal, dass uns das Meditieren am Anfang mehr frustriert als dass es gelingt. Unser Kopf ist voll mit To Do’s, Sorgen, Ängsten, Erinnerungen. Sie begleiten uns den ganzen Tag. Kein Wunder, dass wir das Abschalten lernen müssen.

Das wichtigste ist, dass du dranbleibst. Es geht jedem so, der Meditation lernen möchte. Die genannten Tipps können dir dabei helfen, die Gedanken im Kopf loszulassen. Und deine Pause im Alltag besser zu genießen.

 

Bild: Jacob Townsend auf Unsplash


One Reply to “Abschalten lernen: So kannst du beim Meditieren Gedanken loslassen”

  1. […] ein. Stell dir vor, die Gedanken ziehen wie Wolken vorbei. Wenn du es schaffst, deine Gedanken abzuschalten und so zu kontrollieren, dann hat das sehr positive Auswirkungen auf dein Verhalten und deine […]

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