Journaling

Journaling: Tägliches Schreiben für mehr Optimismus in deinem Leben


Journaling? Ist das nicht wie Tagebuchschreiben? Beim Journaling geht es darum, die eigenen Gedanken aufs Papier zu bringen. Und zwar gezielt und positiv. Wie du mit Journaling mehr Raum für Selbstreflexion schaffen kannst, erfährst du hier.

Was ist Journaling überhaupt?

Hallo, liebes Tagebuch” kennen viele von uns aus früheren Jugendtagen. Tagebuchschreiben ist oft etwas negativ behaftet: Das unsichere Mädchen, das Liebeskummer hat. Journaling bietet uns eine neue Form des Gedankenfesthaltens – eine, bei der man sich gezielt mit den positiven Dingen im Leben befasst. Und dadurch ungeliebte Gewohnheiten anpacken oder Dinge bewusst verändern kann. Es geht darum, Raum für  Selbstreflexion zu schaffen und das Leben mehr zu schätzen. Der Unterschied zum Tagebuchschreiben: Im Tagebuch lässt man Erlebtes Revue passieren. Journaling hingegen hilft, mehr Optimismus in dein Leben zu bringen und deine Zufriedenheit zu steigern. Quasi die erwachsene Form des Tagebuchschreibens. Bei regelmäßiger Anwendung kann Journaling auch helfen, bewusster zu leben. Probiere es aus!

5 Gründe, warum du dir mit Journaling etwas Gutes tun kannst

1 Gesundheit

Man glaubt es kaum, aber das tägliche Schreiben kann sich sehr positiv auf deine geistige Gesundheit auswirken. Es kann helfen, herausfordernde Situationen zu verarbeiten. Es gibt dir die Möglichkeit, in deine eigene Welt abzutauchen. Oder auch andere Perspektiven und Blickwinkel einzunehmen.

2 Selbstvertrauen

Du lernst dich selbst und deine Ziele besser kennen. Durch das Aufschreiben bekommst du einen konkreteren Plan davon, was kommen wird und malst dir vielleicht schon mögliche Szenarien aus. Du kannst dein Journal auch dafür nutzen, um den Tag oder eine bestimmte Erfahrung Revue passieren zu lassen. Und es passiert noch etwas Wichtiges für unsere Selbstsicherheit: Du kannst deine Erfolge dokumentieren,  seien sie auch noch so klein. So werden sie sichtbar.

3 Kreativität

Journaling hilft dir dabei, die eigene Denkweise zu erweitern, kreativ zu sein und deinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Sprichwörtlich ohne Punkt und Komma. Wenn du dich auf das Schreiben konzentrierst, blendest du andere Dinge um dich herum automatisch aus. Du kannst so auch zur Ruhe kommen.

4 Dankbarkeit

Wenn du dich regelmäßig fragst, wofür du dankbar bist, wird dir vielleicht bewusst: Es sind nicht nur die außergewöhnlich tollen Dinge, die dich zufrieden machen. Sondern auch die kleinen Dinge, die du wertschätzen kannst. Wenn du das noch schriftlich festhältst, wird es dir nochmal mehr vor Augen geführt.

5 Organisation und Klarheit

Deine Gedanken aufs Papier zu bringen kann dir auch helfen, diese zu ordnen. Und so entspannter und weniger gestresst zu sein. Wenn du möchtest, kannst du auch deine Termine und Pläne in deinem Journal festhalten. Extrem wertvoll kann auch das Nachschlagen älterer Einträge sein: Wie habe ich eine bestimmte Situation gemeistert? Kann ich daraus lernen? Deine getroffenen Entscheidungen werden dir so bewusster.

So kannst du einfach mit dem journaling starten

Aller Anfang scheint manchmal schwer. Die folgenden Tipps können als Starthilfe für dich dienen.

Schreibe für dich

Und zwar nur für dich. Du bist die einzige Person, die dieses Journal führt und auch liest. Und das solltest du auch genießen: Nutze das Schreiben als deinen persönlichen Rückzugsort oder dein tägliches Ritual.

Setz dich nicht unter Druck

Es gibt keinerlei Vorgaben oder Regeln für Art und Weise oder Länge deiner Texte. Und du nimmst auch nicht an einem Rechtschreib-Wettbewerb teil. Sieh es locker: Das Schreiben kann dir helfen, Zeit für dich selbst zu nehmen, Erlebtes zu reflektieren und positiv zu denken.

Bringe Regelmäßigkeit rein

Ein paar Minuten jeden Tag reichen schon. Den Zeitpunkt kannst du selbst wählen: Morgens bei der Tasse Kaffee, tagsüber im Park oder abends vor dem Schlafengehen. Längere Bahnfahrten eigenen sich auch sehr gut. Die tägliche Routine kommt mit der Zeit. Hab etwas Geduld.

Benutze Stift & Papier

Es geht nicht nur um die Verarbeitung deiner Gedanken, sondern auch ums Schreiben selbst. Wenn du nieder schreibst, was dir im Kopf rumschwirrt und wie du dich dabei fühlst, nutze ganz oldschool Papier und Stift. Denn: Beim Schreiben benutzen wir die linke analytische rationale Seite unseres Gehirns. Währenddessen ist die rechte Gehirnhälfte frei und kann fühlen, intuitiv sein und erschaffen.

Schreibe (dich) frei

Was du schreibst, ist allein deine Entscheidung. Es gibt kein richtig oder falsch. Wenn es dir anfangs schwer fällt, können dir vielleicht Fragen helfen wie: Wo bist du gerade? Welcher Tag ist heute? Wie fühlst du dich und was willst du heute machen bzw. wie war dein Tag? Lass dich gerne auch von Zitaten oder Sprüchen inspirieren, die dir in deinem Alltag begegnen.

Journaling Methode: Das 5-Minuten-Journal

Zum Schluss möchten wir dir noch eine Methode vorstellen, die dir helfen kann, ins Journaling einzusteigen: Das 5-Minuten-Journal. Die Erfinder des 5-Minuten-Journals (Intelligent Change – engl.) liefern ein strukturiertes Format, das mit 5 Minuten Journaling am Tag zu mehr Glück und Freude im Leben führen kann. Als “Journal-Befüller” kannst du täglich 3 Fragen am Morgen und 2 Fragen am Abend beantworten. Dabei stehen Dankbarkeit, der aktuelle Tag und je eine positive Affirmation im Fokus. Affirmation heißt soviel wie positive Wertung: Hier geht es darum, dich selbst besser kennenzulernen und zu definieren, wie du wirklich sein willst. Und so kann dein Journal aussehen:

Das 5-Minuten-Journal

Wenn das 5-Minuten-Journal nicht ansprechend für dich ist, dann heißt das nicht, dass Journaling nichts für dich ist. Nutze das Schreiben ganz individuell und wie du dich damit wohlfühlst.

Inspiriert von Jo & Judy: Journaling – Wieso und wie du starten solltest, Karrierebibel: Journaling , mindhelp: Zufriedener und glücklicher durchs Leben mit Journaling und Intelligent Change: The Five Minute journal.   

Bild: Hannah Olinger und Freddy Castro auf Unsplash 


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