Gelassenheit

Immer schön locker bleiben: Meine 5 Tipps für mehr innere Gelassenheit


Gelassenheit heißt: Hinzunehmen, was nicht zu ändern ist. Leichter gesagt als getan. Wie oft habe ich unnötig Energie verschwendet, weil ich mich über Kleinigkeiten aufgeregt habe. Wie ich zu mehr Gelassenheit gekommen bin, erzähle ich dir in diesem Beitrag.

Mein Rezept für Gelassenheit

Neulich kam Lena auf mich zu und fragte mich, wie ich denn immer so gelassen bleiben könne. Mir selbst war das gar nicht so bewusst, aber scheinbar rege ich mich weniger schnell auf als Andere. Das hat mich zum Nachdenken gebracht. Ich habe mich gefragt, wie ich das geschafft habe. Und das möchte ich nun mit dir teilen.

Selbstverständlich gibt es auch Dinge, die mich auf die Palme bringen. Zum Beispiel wenn mich jemand grundlos beschuldigt, etwas getan zu haben. Aber die Situationen sind überschaubar, würde ich sagen. Zum Glück. Denn diese Situationen bringen oft negative Auswirkungen mit sich. Ich fühle mich gestresst und lasse meinen Frust an Anderen aus. Dann bin ich doch lieber direkt gelassen und glücklich. 🙂

Denn: Seit ich mich darin übe, locker und gelassen zu bleiben, habe ich Folgendes in meinem Leben beobachtet:

  • Ich lebe (mental) gesünder und glücklicher.
  • Ich treffe bessere, rationale Entscheidungen.
  • Ich behalte die Oberhand über die Situation und lasse mich nicht zu sehr von meinen Gefühlen überwältigen.
  • Ich komme sympathischer rüber (zumindest habe ich das als Feedback bekommen ;)).

Wie aber behalte ich die innere Ruhe? Ehrlich gesagt glaube ich, dass es nicht DAS Rezept für Gelassenheit gibt. Es ist doch irgendwie ein Zusammenspiel aus verschiedenen Faktoren.

Das 1×1 der Gelassenheit

Innere Gelassenheit ist also personenabhängig. Manche Charaktertypen haben ein dickeres Fell als andere. Das heißt aber nicht, dass du deinen Charakter ändern sollst, um gelassener zu werden. Im Gegenteil: Wir alle sollten die Person bleiben, die wir sind. Am besten du testest selbst aus, an welchen Stellschrauben du bei dir drehen musst für mehr innere Gelassenheit. Meine Stellschrauben möchte ich dir nun erklären. Und mit ein paar einfachen Anpassungen klappt es sicher auch bei dir, (immer) schön locker zu bleiben.

1 Mach dir bewusst, welche Momente dich stressen

Zunächst solltest du dir erstmal vor Augen führen, wann du aus der Ruhe kommst. Ist es, wenn jemand sehr langsam vor dir herläuft und du nicht an der Person vorbeikommst? Oder wenn dich eine Person anrempelt? Oder jemand bei Grün nicht direkt losfährt? Schreibe alle möglichen Auslöser auf einen Zettel und mache dir diese Situationen bewusst. Erst dann kannst du deine automatischen Stressreaktionen abstellen. Und innerlich ruhig bleiben.

2 Dein Unmut ändert an der Situation nichts

Ganz ehrlich: Ob du dich nun aufregst oder nicht – an der Situation ändert das nichts. Es wird sich nur auf deine Stimmung auswirken, und zwar negativ.

Am Event kannst du nichts ändern. An deiner Reaktion schon. Wenn du dich also nicht aufregst, ist auch das Outcome nicht so schlimm.

Am Ende bist du selbst also der Leidtragende. Und das schmälert langfristig gesehen deine Zufriedenheit. Deshalb mein Tipp: Akzeptiere, was sich nicht mehr verändern lässt. Bevor du dich aufregst, denk darüber nach, ob dein Wutausbruch etwas an der Situation ändert. Wenn nicht (und das ist wohl in 95% der Fälle so), dann spar dir deine Energie. Rege dich nicht unnötig auf und nutze die Energie lieber für etwas Positives. Zum Beispiel zum Schreiben deines ganz persönlichen Bullet Journals.

3 Inhale, Exhale

Das klingt jetzt vielleicht ausgelutscht, aber meist hilft es, ein paar Mal ein- und auszuatmen, bevor wir auf eine Situation reagieren. Das verhindert, dass wir die Kontrolle an unsere Emotionen abgeben. Nutze die Zeit, um zu reflektieren und abzuwägen. War die Situation wirklich so schlimm? Lohnt es sich, sich näher damit zu beschäftigen? Oder ist es nicht sinnvoller, das Ganze einfach zu vergessen? Die bewusste Atmung signalisiert deinem Körper außerdem, sich zu entspannen. Dadurch wirst du schon automatisch gelassener. Wenn du generell mehr Bewusstsein für deine Atmung schaffen und dir über die Vorteile bewusst werden willst, dann lies doch mal hier mehr zur 4-7-8-Atmung.

4 Think positive

Siehst du das Glas eher halbleer oder halbvoll? Ich bin von Grund aus optimistisch und versuche immer aus allem das Positive rauszuziehen. Lernen statt aufregen ist mein Motto. Das hilft mir ungemein, gelassen zu bleiben. Ebenso kann es dir helfen, locker zu bleiben und auf Stresssituationen gelassen zu reagieren. Wie du lernst, positiv zu denken erfährst du hier.

5 Sei aktiv

Du fragst dich jetzt vielleicht, was Bewegung mit Gelassenheit zu tun hat. Ehrlich gesagt: eine ganze Menge. Ich selbst bin jetzt nicht gerade die Sportskanone. Aber ich bewege mich dennoch relativ viel: Ich gehe spazieren, nehme die Treppen statt den Aufzug, mache 1-2 Mal die Woche Sport. Diese Bewegung bringt mich in Schwung. Und damit meine ich nicht nur meinen Körper, sondern auch mein inneres Ich. Bewegung hilft mir, Dampf abzulassen. Probier es am besten einfach Mal aus: Wenn du dich das nächste Mal in einer Stresssituation befindest, bring dich in Bewegung. Aktiviere dich. Du wirst sehen, wie schnell du wieder entspannt bist.

Finde deine innere Gelassenheit

Ich hoffe meine Tipps helfen dir, zukünftig entspannter durchs Leben zu gehen. Entscheide für dich, welche Methoden du umsetzen möchtest und welche nicht. Und soviel sei noch verraten: Du benötigst etwas Übung, um diese Tipps auch im Alltag anwenden zu können. Der Schlüssel hier liegt in der Reflektion. Aus Erfahrung kann ich sagen: Du wirst deine Reaktionen nicht immer kontrollieren können. Auf dem Weg zu mehr Gelassenheit hilft es aber oft schon, wenn du dir deine Reaktionen bewusst machst. Und dann von selbst merkst „das war jetzt unnötig“. Am Ende geht es auch um die Frage, wo du deine Energie (und die ist ja begrenzt) einsetzen möchtest und wo du sie lieber einsparst.

 

Bild: Nils Püschel 

 


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