Wie Selbstfürsorge dir im Familienalltag wieder Luft gibt – Gastbeitrag
Kennst du Tage, an denen du schon morgens spürst, dass alles zu viel ist? Zwischen Kinderchaos, Arbeit, Erwartungen und den vielen Rollen, die du jeden Tag erfüllst, bleibt oft kaum Raum für dich selbst. In diesem Gastbeitrag teilt Melanie Rieder ihre Gedanken darüber, warum wir so oft nur noch funktionieren – und wie drei kleine Übungen dir helfen können, wieder mehr Ruhe, Klarheit und Selbstfürsorge in deinen Familienalltag zu bringen.
KENNST DU DIESE TAGE ….?
Kennst du diese Tage, an denen du dir vorm Frühstück schon wünschst sie mögen
ganz schnell vorbeigehen?
Das Kind, das nicht aufstehen möchte, sich nicht entscheiden kann was es anziehen
möchte und dann auch noch am Frühstück rummeckert.
Der Geschwisterstreit, der sich beim Anziehen entwickelt und in einer
Grundsatzdiskussion zwischen allen Beteiligten endet.
Das Meeting, vor dem du seit Tagen Angst hast, was der Chef/ die Chefin sagst, die
Kollegen.
Dann ruft am Nachmittag auch noch deine Mama an und beschwert sich, dass du dich
seit Tagen nicht gemeldet hast.
Und abends kommt auch noch der Streit mit deinem Partner, weil du mal wieder das
Gefühl hast alles alleine zu stemmen.
Du merkst, wie sich in dir alles zusammenzieht, deine Anspannung steigt und du am
liebsten weglaufen würdest.
DIE VIELEN ROLLEN, DIE WIR SPIELEN
Aber du spielst deine Rollen – die Mama, die Arbeitnehmerin, die Kollegin, die Tochter,
die Partnerin und auch die Freundin – perfekt weiter. Du hast es nämlich perfektioniert dich in allen Rollen anzupassen. Deine eigenen Gefühle, Bedürfnisse und Wünschen stellst du ganz weit nach hinten, denn zuerst soll es allen anderen gut gehen, bevor du dich um dich selbst kümmerst. Und bevor du es dir erlaubst dich um dich selbst zu kümmern, kriecht das schlechte Gewissen in deine Gedanken.
„Wie kannst du es dir erlauben, dir jetzt Zeit für dich zu nehmen, wo du noch nicht alles erledigt hast und die Kinder dich brauchen?“
Jeden Tag funktionierst du in deinen vielen Rollen, springst von einer Rolle in die
nächste und zurück. Du hast öfter Kopfschmerzen, Nackenverspannung, Konzentrationsschwierigkeiten und noch mehr – du ignorierst es weg, denn deine Rollen verlangen, dass du weitermachst.
Merkst du wie anstrengend es ist in allen Lebensbereichen deine Aufgaben immer
100% und vielleicht noch weitaus mehr zu leisten? Und nebenbei deine Maske der
jeweiligen Rolle aufzusetzen, die Rolle zu „spielen“?
WAS WÄRE, WENN DU DEINE MASKE ABLEGST?
Was wären, wenn du dich so zeigen könntest wie du bist – ohne Maske, ohne
Erwartungen der Rolle, ohne Druck? Wie würde dein Leben aussehen, wenn du das alles ablegst und Dinge tust, die dir gut tun?
Wenn du jetzt Widerstand spürst, vielleicht auch Angst, die Masken abzulegen, dann
zeigt dir dein Körper schon ein deutliches Signal. Du übersiehst oft, wie sehr du dich
jeden Tag unter Druck setzt, in dem du diese Maske/n aufsetzt.
Es geht nicht um die Vorstellung, dass alles perfekt läuft, du nie wieder Stress hast und es immer harmonisch ist. Vielmehr darfst du wahrnehmen und bewusster im Hier und
Jetzt sein – und dir kleine Momente der Selbstfürsorge erlauben.
Mit Sicherheit stellst du dir jetzt die Frage: „Ja und wie soll das jetzt genau funktionieren?“ Keine Sorge – es geht nicht um die große Veränderung, sondern um kleine Übungen, die in jeden Alltag passen und dir den Einstieg erleichtern sollen.
3 KLEINE MINI-ÜBUNGEN für Selbstfürsroge im Familienalltag
MORGEN-PAUSE
- Beginne den Tag mit einer Atemübung
- Setze dich kurz hin, schließe die Augen.
- Atme 3–4 Mal bewusst tief ein und aus (am besten auf 4 ein und auf 5 aus, das beruhigt das Nervensystem -auch für stressige Situationen im Alltag super)
- Während du einatmest, sag innerlich: „Ich schenke mir Ruhe.“
- Beim Ausatmen: „Ich bin bereit für den Tag.“
- Kurz spüren: Wie fühlt sich dein Körper an? Wo ist Spannung?
Atme bewusst dort hin.
GEDANKEN-CHECK NACH DEM MITTAGESSEN
- Schreibe 1–2 belastende Gedanken auf.
- Formuliere sie freundlich um z.B.:
- „Ich schaffe das alles nicht.“ → „Ich tue mein Bestes, das reicht.“
- „Die Kinder hören nie zu.“ → „Sie sind gerade beschäftigt; ich kann
ruhig bleiben.“
- Lies die neuen Gedanken einmal laut. Spüre den Unterschied.
ABEND SELF-CHECK
- Nimm dir 3 Minuten vor dem Schlafengehen.
- Frage dich:
- „Was habe ich heute gut geschafft?“
- „Wo bin ich freundlich mit mir selbst oder anderen umgegangen?“
- Notiere 1–2 Punkte – bewusst, ohne zu werten.
- Schließe die Augen, atme tief ein, und danke dir selbst für deine kleinen
Erfolge.
Selbstfürsorge im Familienalltag: DAS WICHTIGSTe FÜR DICH
Das ist ein Weg, den du in kleinen Schritten gehen darfst – mit dem Wahrnehmen deiner jetzigen Situation und dem Wunsch nach Veränderung beginnt dein Weg. Mehr braucht es für den Anfang nicht.
Es gibt kein Geheimrezept für Resilienz – sie entsteht durch viele kleine Entscheidungen und Momente. Achtsamkeit, Selbstmitgefühl und kurze Auszeiten im Alltag für dich – können dich unterstützen im Familienalltag gelassener zu werden.
Über Melly:
Ich unterstütze Frauen – insbesondere Mamas – dabei, im Alltag ihre innere Stärke wieder zu entdecken. In meinem Coaching und durch Impulse zu Resilienz, Selbstmitgefühl und achtsamen Umgang mit Gedanken zeige ich Wege, wie Frauen sich selbst wieder mehr Raum geben können – auch mitten im Alltag. Der erste Schritt zu Veränderung ist der größte Schritt – deshalb ist mir wichtig, dass Veränderung nicht perfekt sein muss und in kleinen Schritten weitergehen darf.
Bildquelle: Tungart via Pixabay
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