Wie kannst du Glück finden und dein Wohlbefinden steigern? 3 Interventionen
Was ist Glück eigentlich? Ist es dieses flüchtige Gefühl von Freude, wenn etwas besonders Schönes passiert? Oder bedeutet Glück viel mehr als das? In der Positiven Psychologie wird Glück als tiefergehendes Wohlbefinden beschrieben, das weit über flüchtige Emotionen hinausgeht. Es geht darum, langfristige Zufriedenheit zu finden, die uns auch in herausfordernden Zeiten stützt. In diesem Beitrag erfährst du, was Glück laut der Positiven Psychologie wirklich bedeutet und wie du es mit kleinen Interventionen bewusst kultivieren kannst.
Glück und die Positive Psychologie
Glück ist in der Positiven Psychologie kein vages Gefühl, sondern ein konkreter Zustand des Wohlbefindens. Der Psychologe Martin Seligman, einer der Begründer der Positiven Psychologie, entwickelte das PERMA-Modell, das fünf zentrale Elemente des Wohlbefindens beschreibt:
1. Positive Emotionen (Positive Emotions): Freude, Dankbarkeit, Liebe, Inspiration – all diese positiven Gefühle tragen zu unserem Glück bei.
2. Engagement (Engagement): Das völlige Aufgehen in einer Tätigkeit, bei der wir den sogenannten „Flow“ erleben und die Zeit vergessen.
3. Positive Beziehungen (Positive Relationships): Enge, authentische Verbindungen zu anderen Menschen, die uns unterstützen und nähren.
4. Sinn (Meaning): Das Gefühl, dass unser Leben einen tieferen Sinn hat und wir etwas tun, das über uns selbst hinausgeht.
5. Erfolg/Leistung (Accomplishment): Die Freude daran, Ziele zu erreichen und sich weiterzuentwickeln.
Diese fünf Elemente zusammen bilden die Grundlage für langfristiges Glück und Wohlbefinden. Glück bedeutet also nicht nur, gute Gefühle zu haben, sondern auch ein erfülltes, sinnstiftendes Leben zu führen.
Was uns die Positive Psychologie über Glück lehrt
Die Positive Psychologie zeigt uns, dass Glück etwas ist, das wir aktiv gestalten können. Es ist nicht nur das Ergebnis von äußeren Umständen, sondern vielmehr eine Frage der inneren Einstellung und der kleinen Entscheidungen, die wir täglich treffen. Oft denken wir, dass uns mehr Geld, Erfolg oder materielle Dinge glücklich machen. Doch die Forschung zeigt, dass es vor allem unsere inneren Ressourcen sind, die den Unterschied machen.
3 kleine Interventionen, um dein Glück aktiv zu fördern
Glück ist nicht einfach etwas, das uns zufällig widerfährt – wir können aktiv daran arbeiten, glücklicher zu werden. Hier sind drei einfache Interventionen aus der Positiven Psychologie, die du direkt in deinen Alltag integrieren kannst.
1. Die 3-Dinge-Übung: Finde täglich das Positive
Einer der stärksten Wege, um Glück zu fördern, ist die Dankbarkeit. Studien zeigen, dass Menschen, die regelmäßig Dankbarkeit praktizieren, ein höheres Maß an Wohlbefinden empfinden. Die 3-Dinge-Übung ist eine einfache Methode, um den Fokus auf das Positive in deinem Leben zu lenken.
Diese Übung mache ich übrigens seit ein paar Monaten selbst jeden Abend. 🙂
So geht’s:
- Nimm dir jeden Abend ein paar Minuten Zeit, um drei Dinge aufzuschreiben, die an diesem Tag gut gelaufen sind. Das können kleine oder große Dinge sein – von einem schönen Gespräch mit einem Freund bis hin zu einem Sonnenuntergang, den du genossen hast.
- Schreibe auf, warum diese Dinge positiv waren. So verstärkst du den positiven Effekt in deinem Denken.
Tipp: Diese Übung hilft dir, dich auf das Gute in deinem Leben zu fokussieren und baut langfristig mehr positive Emotionen auf.
2. Der Flow-Moment: Finde deine Leidenschaft
Glück bedeutet auch, sich mit Tätigkeiten zu beschäftigen, die uns völlig einnehmen und uns in den Flow versetzen. Das sind Momente, in denen wir so vertieft in einer Aktivität sind, dass wir die Zeit vergessen und vollkommen in der Gegenwart aufgehen. Solche Tätigkeiten fördern unser Wohlbefinden und geben uns das Gefühl von Erfüllung.
So geht’s:
- Finde eine Tätigkeit, bei der du den „Flow“ erleben kannst. Das kann alles sein: Sport, Kunst, Musik, Kochen, Schreiben – was auch immer dich begeistert und deine Aufmerksamkeit fesselt.
- Nimm dir regelmäßig Zeit für diese Tätigkeit, ohne Ablenkungen. Es geht darum, dich voll und ganz darauf einzulassen.
Tipp: Flow-Momente fördern nicht nur dein Glücksgefühl, sondern auch deine persönliche Entwicklung und Resilienz.
3. Soziale Verbundenheit: Investiere in Beziehungen
Positive Beziehungen sind einer der wichtigsten Faktoren für langfristiges Glück. Menschen, die tiefe, authentische Verbindungen zu anderen haben, fühlen sich nachweislich glücklicher und widerstandsfähiger gegenüber Stress. Soziale Verbundenheit gibt uns das Gefühl, dass wir geliebt und unterstützt werden – und das ist ein entscheidender Baustein für unser Wohlbefinden.
So geht’s:
- Investiere bewusst Zeit in deine Beziehungen. Das kann ein Anruf bei einem Freund sein, ein Treffen zum Kaffee oder einfach eine nette Nachricht an jemanden, den du schätzt.
- Versuche, in Gesprächen wirklich präsent zu sein. Höre aktiv zu und zeige echtes Interesse.
Tipp: Soziale Verbindungen nähren unser Glück und schaffen ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit.
Fazit: Glück ist kein Zufall, sondern eine bewusste Entscheidung
Glück ist nicht nur das flüchtige Gefühl von Freude oder Zufriedenheit, sondern ein tiefer Zustand des Wohlbefindens. Dank der Positiven Psychologie wissen wir, dass wir unser Glück aktiv beeinflussen können – durch Dankbarkeit, Flow-Erlebnisse und soziale Verbindungen. Diese kleinen Interventionen können dir helfen, dein Glück bewusst zu gestalten und ein erfüllteres, zufriedeneres Leben zu führen. Also, warum nicht gleich heute damit anfangen?
Bildquelle: Barbara Krysztofiak via Unsplash
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